Versoffen, stinkend, undgewaschen | CORSARI
Corsari von Leo Colovini von Piatnik für 2 bis 4 Spieler.
Drei Tage nicht gewaschen, Sex mit irgendwelchen billigen Huren, der Schädel brummt und morgen wird ausgelaufen. Verdammte Scheiße! Ich geh' wieder kotzen und leg mich zu den Schweinen. Da gehör' ich ja auch hin. Soll der Kaptitän doch machen, was er will. Tortuga, ich liebe Tortuga - wo sonst spürst du dermaßen schmerzhaft, dass du lebst!
Corsari ist auf den ersten Blick abstrakt und mindestens genauso sexy wie die billigen Huren. Corsarri von Colovini ist eigentlich ein Kartensammelspiel. Kartenreihensammelspiel. Die Fragen, die sich währen des Spiels stellen sind momentan abzuwägen und nicht überzubewerten. Corsari ist wie Tortuga: Zu Beginn liegt alles von den Anstrengungen der letzten Nacht noch ruhig da, aber das Chaos kommt genauso sicher, wie der Alkohol. Je länger die Mannschaft an Land verbringt, desto mehr Zeit hat sie, sich zu besaufen. Als Kapitäne versuchen die Spieler aus dem Sauhaufen irgendetwas nur annähernd Brauchbares herauszuholen. Irgendwo liegen die Besoffenen, die der Kapitän vor mir nicht wollte, irgendwo ist auch der Heimathafen, den ich wehmütig und hoffnungsvoll im Auge behalte und irgenwo auf einem einzelnen, schon etwas wackeligen Steg stehen die Piraten schön in Reih und Glied. Die haben's scheinbar besonders nötig.
Corsari ist abstrakt, schafft es aber in seiner spielerischen Stille dennoch Lärm zu erzeugen. Die Spieler versuchen in dem Chaos und der Unruhe Muster zu erkennen, brauchbare Mannschaftsmitglieder zu erspähen. Nach einer Ausnüchterung brauchbar, wohlgemerkt. Und so ist Corsari fast schon Simulation. Denn es ist versoffen - nicht chaotisch, verkatert - nicht zufällig und darum schafft es der Italiener Leo Colovini uns direkt in das laute Tortuga zu zaubern.
Danke Piatnik für die dünnen Karten! Ergonomie aus Erfahrung. Zwölf potentielle Manschafftsmitglieder gilt es im Zaum zu halten. Permanent die ganze Spieldauer über. Dünne Karten sind gut.
Schauen wir doch noch einmal Fluch der Karibik. Den ersten Teil. Freuen wir uns, wie Kapitän Sparrow georfeigt wird - von der einen Dame und danah von der anderen Dame. Denken wir an die Mannschaft am Pier. Bunt und ungewaschen, versoffen und nicht wirklich vertrauenswürdig. Genau das hat Colovini geschaffen!
Corsari ist besser als: charakterlose Kartenspiele mit Symbolen, die jeder kennt.
Corsari ist genauso gut wie: Yellowstone Park, denn auch Tiere stinken aus dem Mund!
Corsari ist schlechter als: ein echter Rausch und der Tag danach.
Drei Tage nicht gewaschen, Sex mit irgendwelchen billigen Huren, der Schädel brummt und morgen wird ausgelaufen. Verdammte Scheiße! Ich geh' wieder kotzen und leg mich zu den Schweinen. Da gehör' ich ja auch hin. Soll der Kaptitän doch machen, was er will. Tortuga, ich liebe Tortuga - wo sonst spürst du dermaßen schmerzhaft, dass du lebst!
Corsari ist auf den ersten Blick abstrakt und mindestens genauso sexy wie die billigen Huren. Corsarri von Colovini ist eigentlich ein Kartensammelspiel. Kartenreihensammelspiel. Die Fragen, die sich währen des Spiels stellen sind momentan abzuwägen und nicht überzubewerten. Corsari ist wie Tortuga: Zu Beginn liegt alles von den Anstrengungen der letzten Nacht noch ruhig da, aber das Chaos kommt genauso sicher, wie der Alkohol. Je länger die Mannschaft an Land verbringt, desto mehr Zeit hat sie, sich zu besaufen. Als Kapitäne versuchen die Spieler aus dem Sauhaufen irgendetwas nur annähernd Brauchbares herauszuholen. Irgendwo liegen die Besoffenen, die der Kapitän vor mir nicht wollte, irgendwo ist auch der Heimathafen, den ich wehmütig und hoffnungsvoll im Auge behalte und irgenwo auf einem einzelnen, schon etwas wackeligen Steg stehen die Piraten schön in Reih und Glied. Die haben's scheinbar besonders nötig.
Corsari ist abstrakt, schafft es aber in seiner spielerischen Stille dennoch Lärm zu erzeugen. Die Spieler versuchen in dem Chaos und der Unruhe Muster zu erkennen, brauchbare Mannschaftsmitglieder zu erspähen. Nach einer Ausnüchterung brauchbar, wohlgemerkt. Und so ist Corsari fast schon Simulation. Denn es ist versoffen - nicht chaotisch, verkatert - nicht zufällig und darum schafft es der Italiener Leo Colovini uns direkt in das laute Tortuga zu zaubern.
Danke Piatnik für die dünnen Karten! Ergonomie aus Erfahrung. Zwölf potentielle Manschafftsmitglieder gilt es im Zaum zu halten. Permanent die ganze Spieldauer über. Dünne Karten sind gut.
Schauen wir doch noch einmal Fluch der Karibik. Den ersten Teil. Freuen wir uns, wie Kapitän Sparrow georfeigt wird - von der einen Dame und danah von der anderen Dame. Denken wir an die Mannschaft am Pier. Bunt und ungewaschen, versoffen und nicht wirklich vertrauenswürdig. Genau das hat Colovini geschaffen!
Corsari ist besser als: charakterlose Kartenspiele mit Symbolen, die jeder kennt.
Corsari ist genauso gut wie: Yellowstone Park, denn auch Tiere stinken aus dem Mund!
Corsari ist schlechter als: ein echter Rausch und der Tag danach.



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